Samstag, 21. Januar 2012

Wintertraining

Triathlons gibs ja momentan in unseren Breitengraden keine, aber man muss sich ja auch mal auf eine lange und intesive Saison bestens vorbereiten.
Hier ein paar Impressionen davon:



Und hier noch was vom 24-Stunden-Schwimmen im November in Bad Radkersburg:




Montag, 2. Januar 2012

Jahresrésumé 2011

3. Jänner 2011! Der Tag an dem ich das erste Mal nicht überlegen musste, was ich in trainingstechnischer Hinsicht so angehe und mich von nun an "Triathlet" nennen durfte. Nachdem ich 2010 bereits zwei Versuche gestartet habe einen Triathlon zu starten (noch mit Brust-Kraul-Mischmaschschwimmerei aber trotzdem beide Male in der U23 schon am Stockerl), ging ich vom Hin-und-Wieder (falsch) trainierenden Hobbysportler, der dabei war seinen Körper zu zerstören (seit 2008 hab ich begonnen öfters "gezielt" auf Laufbewerbe hinzutrainieren, aber halt alles falsch ohne Grundlage - vollgas hinhalten), zum Leistungssport über! Dabei geführt und bestens unterstützt wurde und werde ich von Heinrich Sickl, dem wohl besten Coach, den man sich für eine noch sehr junge Triathlon-Karriere wünschen kann! Ich hatte trotz meiner ersten vollständigen Trainingssaison mit weit über 300 Trainingstagen und vielen Bewerben (20) nie das Gefühl ausgebrannt, leer oder "abgeschossen" zu sein! Und dass das Ganze trotzdem nicht nur so eine so eine Dahintrainerei war, sondern auch seinen Sinn und Effekt hatte, dafür sprechen die Ergebnisse und persönlichen Bestzeiten (Half-Ironman: 4h16min; Halbmarathon: 1h13min; 10km: 33min). Und das soll ja noch nicht ja bei weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange sein! Ich hätte vor der Saison nie geglaubt, was ich mir jetzt nach der Saison für die Zukunft z.B. schon für die Saison 2012 für Ziele setzen kann! Und wenn auch die Ergebnisse passen und man Ziele vor Augen hat, macht einem das Training und der Sport gleich noch viel mehr Spaß! Und immer im Hinterkopf gibts den Gedanken: Ich will und muss nicht jetzt stark sein, sondern erst in ein paar Jahren! An dieser stelle kommt mein Lieblingsbeispiel, was das betrifft: Der amtierende Weltmeister auf der Ironman und Ironman70.3 Distanz Craig Alexender ist 38 Jahre alt! Ich zum Vergleich 22! Ich will mich zwar nicht mit einem Hawaii-Sieger vergleichen, aber auch das Durchschnittsalter der Top10 oder Top20 auf Hawaii ist einiges über 30!
Also - um wieder auf mein Trainingsjahr zurückzukommen - war nicht nur ich über meine enorme Leistungssteigerung in diesem Jahr überrascht. Allein die Leistungstests, die von Stefan Arvay gemacht wurden und werden, sprechen Bände. Das es natürlich nicht in dieser rassanten Tonart weitergehen wird, dessen bin ich mir natürlich bewusst... No-Na! Künftig wird härter an ao großen Steigerungen gearbeitet werden müssen. Aber ich bin mir sicher, dass noch einiges drinnen ist!
Kein Geheimnis mache ich natürlich auch aus meinen Trainingsumfängen (inkl. Bewerbe). Ich war beim zusammenzählen schon sehr überrascht wie viel es dann doch war, es ist mir ob meines großartigen Plans viel kurzweiliger vorgekommen!


Trainingsumfang Jahr 2011
3. Jänner 2011 - 2. Jänner 2012
Schwimmen
276,3
km
Radfahren
7577,1
km
Laufen
1618,7
km
Gesamt
9472,1
km

Nun zu den Saison Highlights: 
Neben zahlreichen Klassensiegen bei diversen Wettkämpfen und meinen ersten drei Starts bei Meisterschaften, bei denen ich jeweils eine Medaille erringen konnte (Bronze bei den Österreichischen Akademischen Meisterschaften im Triathlon (Innsbruck, 26.06.2011); Silber bei den Steirischen Meisterschaften im Sprinttriathlon (Sulmsee, 10.09.2011); Gold bei den Steirischen Meisterschaften im 10km Straßenlauf in der Klasse U23 (Weiz, 17.06.2011)), waren natürlich meine ersten beiden Ironman70.3 in St. Pölten und Aix-en-Provence die absoluten Saisonhöhepunkte. Auch da kann man ein bisschen die Entwicklung im Trainingsjahr sehen: Aus dem ersten Bewerb in St. Pölten, den ich nach falscher Einteilung im Laufen in 4h44min finishen konnte, habe ich sehr viel gelernt und konnte dies dann zusammen mit der Leistungssteigerung im Sommer auf eine Zeit von 4h16min in Frankreich steigern. Auch wenn die Strecke dort ein wenig kürzer war als die zu lange in St. Pölten, würde ich die Zeiten aufgrund der schwierigen Rad- und Laufstrecke in Aix als beinahe gleichwertig von der Zeit her betrachten! Auch wenn es ein beinahe perfektes Rennen war, habe ich auch hier wieder aus ein paar Fehlern gelernt und werde versuchen in den nächsten Rennen wieder einen Nutzen daraus ziehen!
Kurz zu den einzelnen Disziplinen:
Schwimmen: Für das, dass ich im Jänner als absoluter Schwimmanfänger ins Training gestartet bin, der kaum in der Lage war mehr als 200m gscheit durchzukraulen ohne sich mal am Beckenrand anzuhalten, ist es über die Saison ja schon briliant gelaufen! Allein mein Ehrgeiz will es, dass ich mich immer wieder als schlechter Schwimmer bezeichne, bei dem nix weitergeht! Wenn man dann halt die Splitplatzierungenen beim Radeln und Laufen mit denen im Schwimmen vergleicht, wär man halt gern schon weiter ;) Aber eines ist klar! Ohne gute Schwimmzeiten wirds schwierig in Österreich ganz nach vorne und in ein Internationales Spitzenfeld zu gelangen... gonna be hard work! ;)
Radfahren: Die Disziplin die wohl alle und auch mich am meisten überrascht hat!!! Also mit den  wenigen Lebenskilometern (noch im 4-stelligem Bereich) in den Beinen muss ich meine Zeiten sogar selbst loben ;) Und am meisten überraschen tuts mich, dass meine Splitplatzierungen durchwegs besser sind als die von meiner eigentlichen Spezialdisziplin Laufen... was will man mehr! :-)
Laufen: Weniger überraschend sid die Laufzeiten! Da hab ich schon gewusst was ich kann. Natürlich ist es halt die Kunst auch nach Schimmen und Radeln schnell laufen zu können, aber das gelingt mir nicht so schlecht und auch von Bewerb zu Bewerb besser. So kanns weitergehen!
Wechseln: Ich wage es zu behaupten in der zweiten Wechselzone ohne Probleme mit den Profis mithalten zu können (Top10 in Aix), wo es im Vergleich dazu noch ein klein wenig happert ist die erste. Die habe ich im Trainig auch komplett vernachlässigt wenn ich so drüber nachdenke, wobei das Wechseltraining sich bei mir eher auf Trainingsbewerbe (Triathlon-Sprints) beschränkt. Es mag natürlich auch an der mentalen Einstellung im Bewerb liegen, dass das Wechseln nach einem vielleicht nicht so guten Schwimmen nicht so schnell geht wie das nach einem klassen Radsplit!
Schön ist es auch gegen Saisonschluss dann einige Sponsoren und Austatter gefunden haben, die mich in meiner Leidenschaft, die aber leider Gottes sehr kostenintensiv ist, unterstützen!
Es bleibt mir nur noch zu sagen: Es ist angerichtet! Die Basis für weitere tolle Saisonen ist nach der ersten gschaffen: Die Ergebnisse passen, die Ziele sind wohldefiniert und das allerwichtigste: Das Training, sei es allein, mit dem Coach, mit Trainingskollegen und Freunden in Graz und Weiz oder Mit meinen Vereinskollegen vom RTT Passail, es taugt mir einfach!!! Und jedem der schon mal mit mir trainiert hat, gilt großer Dank!!! Ich habe noch bei jeder gemeinsamen Einheit und auch bei gelegentlich isotonischen Getränken nach dem Training etwas dazugelernt, was in der ersten Saison unheimlich wichtig war! Von eurer Erfahrung kann ich nur lernen!

Hier noch einige Impressionen:

Trainer Heinrich Sickl
Mein Verein: RTT-Passail