Samstag, 26. Mai 2012

Firmenlauf mit der OVB Gleisdorf

Freitag Abend fand in Gleisdorf im Rahmen des Solar City Laufes auch ein Firmenlauf statt. Das war für mich und meinen Unterstützer, die OVB Gleisdorf mit Bezirksleiter Robert Frissenbichler, die perfekte Möglichkeit sich in Gleisdorf mit mir als unterstützten Sportler präsent zu zeigen. Bei den 3 gestellten Teams (damit 12 Leuten) stand natürlich der Spaß absolut im Vordergrund, wird ja beim Firmenlauf nicht zuletzt auch die Durchschnittszeit aller als Siegerzeit gewertet.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Ironman 70.3 Austria

Das Rennen 

 

Vorweg einmal einen riesengroßen Dank für die vielen Glückwünsche! Die Resonanz ist so unglaublich und überwältigend, ich habs nicht mal mehr geschafft am Tag des Rennens einen Blog zu schreiben wie ichs sonst mach. Aber ist denk ich besser so, weil ein bisschen Zeit braucht man schon um so was geiles wie gestern zu verarbeiten! :-)

Nun aber wirklich zum Rennen. Und vor dem Renngeschehen würd ich gern wieder mit ein paar Zahlen anfangen:
2500 Starter, davon 100 Profis (davon 60 Männer)

Gesamtzeit: 04:17:17 (4. Bester Amateur, Bester Amateur Österreicher, 29. Gesamt, 5. Bester Österreicher)

Schwimmen: 00:30:10
Wechsel 1: 3:14
Radfahren: 02:20:33
Wechsel 2: 2:04
Laufen: 01:21:14

Ich hoffe, dass die Angaben mittlerweile passen, weils doch Probleme mit der Zeitnehmung und damit mit den Platzierungen gegeben hat.

Raus aus dem ersten See (rechts ganz hinten)
Sonntag, 7 Uhr 5 Minuten: Der Tag war bereits ein paar Stunden alt, früh läutete schon der Wecker um zu Frühstücken! Wecker nämlich… sowas braucht man an so einem Tag nicht: Meine innere Uhr sagte mir bereits 10 Minuten davor um 4:30 dass es Zeit ist heute ein Rennen zu machen, ich war hellwach und motiviert bis in die Haarspitzen ;-) So wieder zurück nach 7:05: Startschuss und los ging es in die ca. 15 – 16 Grad warmen Seen! Meine Startposition habe ich super gewählt, ganz innen beim Steg erste Reihe, für die die auch dort waren. Es ging los auf die erste Boje zu nach ein paar hundert Meter und ich stellte mich auf eine Mörder Schlägerei ein… aber nichts dergleichen. Ich konnte fast seelenruhig ganz innen die ersten beiden Bojen umrunden, nur ein paar Schläge auf Kopf und Rücken, mehr wars nicht… zu diesem Zeitpunkt erahnte ich bereits, dass es heute sehrsehr gut gehen könnte, so sagte es mir mein Gefühl. Nach 1000m gings erstmal raus aus dem Wasser um nach einem 200m Landgang noch 900m in einem anderen See zu schwimmen und in die erste Wechselzone zu eilen. Mit dieser war ich von der Zeit her wie so oft nicht zufrieden, da herrscht definitiv Nachholbedarf.
Rein in die Wechselzone

Nach 89km bissi abgekämpft aber Spaß muss dabei sein ;-)
Nun gings aufs Rad. Der Blick auf die Uhr nach dem Schwimmen motivierte mich extrem. Eine für mich geniale Zeit und meine guten Disziplinen sollten erst kommen. Aber ich musste schauen, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht zu euphorisch und übereifrig werde und versuchte die ersten Meter durch St. Pölten ein bisschen runter zu kommen. Dann gings für 18km auf die Autobahn und ich tat sehr gut daran den Rat vom Headcoach zu befolgen: „Bitte schieß dich nicht auf der Autobahn ab! Das verleitet so sehr zum Zu-schnell-anfangen, bitte halt dich bloß zurück!“ Er hat mir dabei so sehr ins schlechte Gewissen geredet, dass ich mich sogar freiwillig überholen ließ ;-). Aber er behielt sowas von recht! Erster Anstieg nach Krustetten rauf: alle zurückeingeholt und distanziert! :-) Und dann folgte die Tempopoltzerei durch die Wachau! Mit fast durchgehend 47, 48 km/h gings Richtung Anstieg nach Gansbach rauf, wo ich mitten im Männerprofifeld, das 5 Minuten vor mir gestartet war, angelangt bin. Es macht mir so einen Spaß zu diese Zeitpunkt und die an die 10km Anstieg, wo ich Athleten um Athleten stehen lassen konnte, ließen zahlreiche zache Trainingseinheiten vergessen! Dann gings in vollem Tempo zurück hinunter in die Landeshauptstadt St. Pölten (mit einem kleinen Zwischenanstieg) zum Laufen.
Davor aber noch die beste Splitplatzierung des Tages: Sofern ich niemanden übersehen habe, war ich mit meiner 2. Wechselzone in 2:04 der 2. schnellste hinter Filip Ospaly (Tagessieger) :-) Wobei mir schon klar ist, dass ich damit allein nicht viel gewinnen kann, aber lustig ists trotzdem wenn man bedenkt wie dicht und top besetzt doch das Starterfeld war…
Das Drauflaufen war dann von Zurückhaltung geprägt. Ich wusste dass ich die letzten 5 Wochen verletzungsbedingt extrem wenig gelaufen bin und mir einige km fehlten. Aber die Grundlage war da und auf der baute ich auf. Mit einem durchgehenden 3:45er – 3:49er Schnitt konnte ich die ersten 17km wirklich extreeem konstant laufen und fühlte mich sowas von locker… Unterhaltungen waren keinen Problem. Dann wollte ich das Tempo steigern und es kam wieder wie in Großsteinbach, der Magen wollte krampfen. Anders als dort hab ich mit meiner Hand mit voller Kraft auf den Schmerz gedrückt und nach einem KM war er weg… leider geil. Und so konnte ich dann erfolgreich finishen, war aber doch voll am Ende meiner Kräfte und hab alles gegeben: All Out eben!!!
Noch am Boden nach dem Zieleinlauf

Resümieren fällt mir noch schwer muss ich ehrlich sagen: die Zeit von 4:17 war gestern so viel Wert! Es war echt schwer! Jeder der am Start war kann das bestimmt bestätigen. Und die Platzierung in diesem unglaublichen Feld trägt den Rest zu meiner unendlich großen Zufriedenheit bei. Gibt selten Tage wo einem alles so aufgeht wie an diesem!   

Beim Auftanken :-)
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Ergebnisse >> 

Presse:
Kleine Zeitung

Es ist angerichtet

Morgen gehts nun endlich los. Aber davor noch einen kleiner Bericht was es hier so Neues gibt.
Gestern bin ich mit einigen Kollegas angereist und es ist dann gleich direkt zur Registrierung und anschließend zur Expo - natürlich unter anderem zum Coocon- sowie zum Sailfish-Stand - gegangen. Als das erledigt war gings ab Richtung Hotel zum einchecken, um sich danach mal von der Autofahrt ein klein wenig zu erholen. Aber nicht allzu lange, denn die traditonelle PastaParty stand schon in den Startlöchern. Unter anderen Topstars wie Andi Raelert oder Faris Al-Sultan waren dort bei Speiß und Trank unter der Menge anzutreffen. Und da wären wir auch schon beim Thema: Bestens besetzt ist das Rennen nämlich. Neben den Topnamen sind insgesamt 100 Profis am Start. Aber da Profi nicht gleich Profi ist, werde ich doch versuchen aus der 2. Startwelle heraus ein bisschen lästig zu sein, hilft ja eh nix ;-) Wie weit es morgen dann nach vorne geht ist von der Tagesverfassung abhängig, ich kann bei dem breiten Spitzenfeld auch nicht wirklich einschätzen wo ich mich Gesamt platzieren kann und über die AgeGroup-Ziele gibts im Vorbericht schon was zu lesen... Sicher ist aber, dass das Training heut (40 Minuten Rad - 15 Minuten Koppellauf) definitiv ein vielversprechendes gutes war! Vor allem die schnellen Passagen sind sehr gut gegangen, einzig das Knie beim Radeln und die Achillessehne beim Laufen zwicken ein wenig, aber im Wettkampf sollte das morgen hoffentlich nicht das große Problem darstellen.
Am Nachmittag gehts noch für eine Runde in den Ratzersdorfersee bissi mit den Schwänen um die wette schwimmen, bevor dann am Abend die Wechselzone aufgebaut wird.
Ansonsten gibts nicht viel was zu erzählen, a Gaude ists definitv bis jetzt und wirds hoffentlich auch morgen vom Startschuss bis zur Ziellinie.  Meine Ziele hab ich mir hoch gesteckt, das werden einige von euch bemerkt haben. Wenns geht gehts, wenn nich passts auch... Gefühl hab i a gutes bei der ganzen Sache! :-)
Wer auch von zu Hause aus bisschen was mitbekommen will, kann das unter http://ironmanlive.com/ (Startnummer: 242) und ansonsten einfach in den Traisenpark kommen und anfeuern! Um 7:05 Uhr gehts für mich los ;-)




Der Vorbericht

Eeeeeendlich ist so weit!!! Die Vorfreude auf die erste Halbdistanz ist seit dem Trainingslager schon riesig (war nur zwischenzeitlich kurz gedämpft durch eine Achillessehnenverletzung zugegebenermaßen) und diesen Sonntag heißts dann endlich RambaZamba! Drum gibts natürlich wieder einen Blog um euch auf dem neuesten Stand zu halten.
Grundsätzlich sind die letzten harten Trainingseinheiten mit dem heutigen Tag vorbei, jetzt gibts die nächsten Tage nur mehr lockeres Training und EssenEssenEssen ;-) Und wie gehts mir eigentlich momentan?! 
Nun gut, mal zur Form: Die ist definitiv... leider geil! Also mit dem Trainingslager und den darauffolgenden Wochen (Trainingseinheiten und Vorbereitungsbewerbe) hätten wirs heuer nicht besser machen können und dementsprechenend sind sowohl Form und Motivation TOP!
Einziges Sorgenkind ist noch die zuvorerwähnte Achillessehne, die beim Schwimmen und Radeln kein Problem darstellt, sehrwohl aber beim Laufen. Aber seit etwas mehr als einer Woche lauf ich wieder normal, wenn auch nicht ganz schmerzfrei. Heute hab ich noch mal 5 mal 1000m Intervalle gemacht: Spürn tu ichs aber es ist halb so wild. Sehr positiv stimmts mich, dass die Laufform trotzdem passt, da ich alle mit einem echt wirklich lockrem Gefühl in 3:25 "runtergejoggt" (hört sich das überheblich an?!?! :-)) bin und mir die 3 Minutenpause dazwischen fast ewig vorgekommen ist ;-) Aber ich betrachts mal als Luxusproblem, dass das Laufen meine "Problemdisziplin" ist.
Ich glaub übers Radfahren brauchen wir nicht viel reden: Da gehts momentan wirklich gut. Einziges kleines Problem könnte meine Schaltung werden: Uneinstellbar scheint die zu sein... zuletzt ist mir ja auch in Großsteinbach mal die Kette gefallen. Einzige Lösung: Großes Kettenblatt und gemma vollgas!!! ;-)
Und Schwimmen... da war doch mal was mit Problemdisziplin oder so?! Naja ich sags so: Beim Schwimmen kann ich das Rennen eh nicht gewinnen. Und wie man vor knapp 2 Wochen gesehen hat kann ich doch schon einigermaßen mit dem Spitzenfeld mithalten. Lässig wärs wenn ich so an die 30 Minuten mit 200m Landgang herankommen würd, wenns langsamer ist, auch kein Problem, darf dann eh noch 90km radeln und einen Halbmarathon laufen ;-)
Nun gut. Aber eindeutig klar ist, dass das Rennen ewig lang ist und dass sooo viel passieren kann. Aber ich glaub man kann aus dem Text ganz gut herauslesen, dass ich sehr guter Dinge bin: 
Meine Devise ist ganz klar: Ich will nicht nur in der AK ganz vorne mittmischen, sondern auch in der Gesamtwertung der Amateure und mich für die WM in Las Vegas qualifiziern. Und das wichtigste ist immer noch Spaß dabei zu haben und locker zum bleiben: Bissl bled redn vorm Startschuss is imma no gangen ;-)
Ab Freitag werd ich dann aus der Niederösterreichischen Landeshauptstadt weiterberichten und bis dahin "wünsch i eich wos"!


Sonntag, 6. Mai 2012

Spaß und Schmerz beim Sprint in Großsteinbach

Perfekte Rahmenbedingungen für einen meinen Start in die neue Triathlonsaison bot - sowie auch schon im Vorjahr - der von Andi Fuchs perfekt organisiert Sprinttriathlon in Großsteinbach.
Aber schon ganz anders als im Vorjahr, wo ich erst im Jänner mit wirklichem Triathlontraining begonnen habe, war die Vorbereitung auf diese Saison (wie in meinen letzten Blogs berichtet) Und das machte sich auch vom Start weg bemerkbar:
Schwimmen: Eher wenig Umfang aber viel Techniktraining hieß es für mich die letzten Wochen und Monaten (Danke an Heinrich Sickl und Vanessa Urbanz). Und das zusammen mit meinem neuen Sailfish G-Range machte sich auch bemerkbar: Auf der gleichen 750m Strecke war ich fast 2 Minuten schneller als im Vorjahr und mein subjektives Empfinden sagte zudem noch: Ich schwimme locker! So solls sein! Damit konnte ich schon als 23. in die Wechselzone gehen, was für meine Verhältnisse sehr weit vorne ist.
Radfahren: Nachdem ich in der Wechselzone aufgrund technischer Schwierigkeiten ein paar Plätze zurückgefallen war, folgte eine sogar für mich unglaubliche Performance auf den nächsten 22km auf dem Rad: Von Anfang an konnte ich trotz vom vielen Training der letzten Wochen gezeichneter Beine voll auf Druck gehen! Das Einstellen des Rades bei Raimund Pucher machte definitiv Sinn! Ich konnte mich endlich mal aufs Radeln konzentrieren und war nicht von Genick und Kreuzschmerzen beeinflusst! Und so konnte ich mich mit der 2. besten Radzeit (hinter Niko Wihlidal) bis auf Platz 5 nachvorkämpfen und kam genau in die Wechselzone als diese der Top-Läufer Christoph Lorber verließ.
Laufen: Da packte mich natürlich die Motivation – 5km Vollgas! Die ca. 100m, die ich hinter ihm aus der Wechselzone lief konnte ich zwar nicht verringern aber zumindest bis KM 3 halten, aber dann aber dann wars vorbei mit mir… leider. Derbste Magenkrämpfe ließen mich fast zum Aufgeben verleiten. Aber mit einer unorthodoxen Art und Weise des Laufens konnte ich mich dann die letzten 2km ins Ziel schinden. Die Beine und der Kopf sagten ja und der Magen NEEEINN. Kann man nichts machen, außer beim nächsten Mal besser ;-)
Ach übrigens (damit sich niemand Sorgen macht): Gleich nachdem überqueren der Ziel Linie wars vorbei mit den Schmerzen und ich konnte mich bei einem guten, kühlen Erdinger Alkoholfrei meiner guten Leistung erfreuen und über das verpatzte Laufen ärgern!
Gratulation an dieser Stelle nochmal an die ersten Drei: Der Sieg ging recht klar an Niko Wihlidal vor Martin Jandl knapp gefolgt von Markus Ressler. Nächstes Jahr kann ich dann hoffentlich noch ein bisschen besser schwimmen und euch auch noch lästig werden ;-)))



Voll motiviert aus der Wechselzone (Quelle: Finisher Magazin)