Samstag, 8. Juni 2013

Steirischer Landesmeister auf der Mitteldistanz

Back to the roots – Dort, wo ich 2010 versucht hab einen Tag nach einem All-Out Weizer Altstadtlauf Freitag um 20Uhr am Samstag um 9Uhr in der Früh brustschwimmender Weise, mit einem Rennrad ohne Aufleger und in einem beinahe legendären TriTop (gut, dass mich damals keiner gekannt und fotografiert hat ;-)) meinen ersten Sprinttriathlon zu bewältigen, (hab damals für die 5km laufen beim Tri fast gleich lang gebraucht wie bei den 10km am Tag davor – so fertig war ich ;-)) konnte ich heute die Mitteldistanz klar gewinnen und damit den Steirischen Landesmeistertitel einfahren, nämlich in Stubenberg am See.


Auf der Suche nach dem Weg by Max Hofstätter / Finisher-Magazin
 Obwohl es an sich schon mein Ziel war vorne mitzumischen und vielleicht sogar zu gewinnen, war es dann schon ein neues – um nicht zu sagen sogar etwas komisches – Gefühl in einem Atemzug mit Mario Fink und Andreas Fuchs vor dem Rennen vom Sprecher als Topfavorit genannt zu werden. Aber wie ich die Erfahrung schon bei meinen letzten 70.3 gemacht habe, lass ich mir anscheinend sowieso keinen Druck auferlegen, bleib locker und mach mein Ding vor dem Rennen (also bissl blöd reden, von den Wettkampfrichtern aus der Wechelzone geschmissen werden weil schon spät, den Neo anziehen wenn andere schon an der Startlinie stehn und sowas…;-)) – für was groß Gedanken machen, nach dem Startschuss gibt’s ja dann bekanntlich eh nur mehr ein Gas. :-)
Die erste Gruppe konnte ich nach dem Start zwar nicht halten, aber daraufhin konnte ich mir vor allem in der zweiten Runde durch den warmen See gelassen und alleine als erster einer Verfolgergruppe meinen Weg bahnen, schwamm sogar noch auf Coach Heinrich Sickl auf und konnte zusammen mit ihm und Robert Pingitzer in einer Zeit von 26:22 aus dem Wasser steigen, um mich darauf 65km komplett allein zum Schlofferegg rauf zu schinten. Das allein war für den Kopf schon schwer weil’s bis auf die Rampe nach 
Radabstieg by Max Hofstätter / Finisher-Magazin
Miesenbach (bis zu 14%) immer so dahinschmiert, zu deutsch leicht bergan geht ;-) Aber das war noch gar kein Vergleich zum zweiten Rennteil: kurz vor Ende des Anstieg sah ich vor mir erstmals eine ca. 7 Mann starke Gruppe fahren – leider hab ich sie auch mit einer kurzen Tempoverschärfung nicht mehr vor der Abfahrt erwischen können womit es für mich hieß: Jetzt noch mal Vollgas runter nach Pöllau… teilweise über 80km/h waren nicht genug um ran zu kommen, womit es physisch sowie psychisch recht müde allein durchs Pöllauer Tal ging… immer mit ein paar hundert Meter konstanten Abstand zur Führungsgruppe vorne – zudem bei Gegenwind. Aber seh mas so: Das macht stark und Radbestzeit in 1:43:40 bin ich auch gefahren!!! An dieser Stelle muss man leider erwähnen, dass die Führungsgruppe auch nur in Front war, weil es der Fahrer des Führungsfahrzeugs es geschafft hat den einst klar Führenden Mario Fink zu einem Ausflug in die Birkfelder Bergwelt zu zwingen – schlicht gesagt: Er is si verfohrn und des net weng! Schade um das Duell, das wir uns um den Sieg liefern hätten können …

Zieleinlauf bei Jochen Kainer

Zwei Leute aus der Führungsgruppe konnte ich noch überholen (3 andere haben auch einen kurzen Umweg aufgrund eines Streckenpostens nehmen müssen – die hab ich anscheinend auch wenige Meter vor der Wechselzone mal überholt) und so gings dann auf die Laufstrecke, wo mir zugerufen wurde dass ich mit etwas mehr als einer Minute hinter dem Führenden Andi Fuchs zweiter bin – aha… des hab ich zuerst mal nicht glaubt bis bei ihm vorbei und hinter der Führungsradfahrerin war… Um dann etwaige Diskussionen auszuschließen: „Wenn sich die nicht verfahren hätten, dann…“ hab ich beim Laufen auch relativ voll durchgezogen und konnte mit einer 53er Zeit über die knapp über 15km (etwas über 3:30 Schnitt und 4 Minuten schneller als die 2. Laufzeit) den Sieg festigen. Nicht ganz 5 Minuten hinter mir komplettierten Andi Fuchs und Armin Atzlinger das Stockerl. 
beim Siegerinterview


Was gibt’s 3 Wochen vor dem Ironman schöneres als eine gute Mitteldistanz!
Bewerbsmäßig start ich noch kommenden Freitag beim Weizer Altstadtlauf (10km) – schau ma mal was ich da gegen die Kenianer und Ungarn im Stande bin auszurichten…  und das wars dann auch mit den Vorbereitungsbewerben für Klafu! Bis dann!