Dienstag, 22. Juli 2014

Podium, ich sag nur "Hello again" - Drum war i in Trum


http://www.christophschlagbauer.com/2014/07/podium-ich-sag-nur-hello-again-drum-war.htmlDie Worte aus dem Jahre 1988 - sogar vor meiner Geburt - musste ich jetzt für die freudige Nachricht auspacken. Und hier die nächsten fast schon zum Klassiker gewordenen Worte: „In Trum muasst a Mol gstartet sei, homs holt gsogt!“ Wenn‘s dir von vielen Seiten so ans Herz gelegt wird, why not?! Und nach dem vergangenen Wochenende kann ich mit Fug und Recht behaupten: Das ist kompletter Schwachsinn! Warum? - Wennst als Triathlet in Obertrum/See nur einmal gestartet bist, hast in deiner Karriere was falsch gemacht! Der Bewerb sieht mich im Juli 2015 auf jeden Fall wieder – noch nie hab ich einen Blog gleich mit einem Lob an den Veranstalter begonnen, aber was da im Salzburger Land geboten wird, hat mehr als nur Hand und Fuß! Da kann eigentlich nur ein gutes Ergebnis, wie mein 3. Gesamtrang bei der Mitteldistanz, rausschauen!
Thumbs Up für das 3T-Team unter Josef Gruber -Wöltklasse (c)TVB Obertrum/See

… Aber nur eigentlich! So um die 34, 35 Grad und ein bacherlwarmer See mit angeblich 25 Grad, damit natürlich ein Schwimmen ohne des Schlagbauers besten Freund G-Range, hatten genau so etwas dagegen wie das Top besetzte Starterfeld. Da ist‘s dann sehr gut, dass man mit der Einstellung „schlechter kann‘s heuer nicht mehr gehen“ ins Rennen gehen und vor der EM in Wiesebaden ein sehr befreites Rennen nur für sich selbst machen kann – komme was wolle, hauptsache solides finish!



Rad: beim Beißen
Laufen: in Trance
Bei diesem Stichwort bin ich noch einen Rückblick auf den letztwöchigen Gösselsdorfer Triathlon über so etwas ähnliches wie die Sprintdistanz schuldig – zu schnell hab ich diesen mit einem Facebookstatus abgehackt und vergessen! Schwimmen war für meine „Missing-G-Range-Verhältnisse“ super, Radfahren gleich schnell wie die 4-Mann Spitze, nennen wir’s provokant „Spitzengruppe“, Laufen war ab Kilometer 2 auch sehr OK, davor hat halt leider mein Mageninhalt gemeint, dass er das Rennen nicht mit mir beenden will und sich nach der WZ2 in die Gösselsdorfer Botanik verabschiedet, wo bis zum nächsten Jahr bestimmt eine recht üppige Flora gedeihen wird ;-) Schuld war ich im Endeffekt selbst – Mein Ernährungskonzept glich nicht dem eines Profis, sondern eher dem eines „Ich-probier-mal-einen-Triathlons“ ;-) Gesamtrang 7 war dabei dann den Umständen entsprechend spitze! (Pics by Gösselsdorf Triathlon) (zur Ergebnisliste >>)


Nach einem Erdinger Alkoholfrei is man aber gleich wieder auf den Beinen
Auch in Obertrum erlebte ich ein kleines Revival - wieder nach dem Motto: Laufkilometer zwei – noch nicht verarbeitete Nahrung Goodbye! Aber wer sich bei den harten Bedingungen, bei der Konkurrenz und bei dem einem so frenetisch zujubelnden Publikum im Salzburger Seenland nicht so sehr überwinden konnte, dass es so weit kommt, ist kein echter Triathlet ;-) Nein, Scherz beiseite, in der Tat war ich am Wochenende nicht der Einzige, der sich einem Kollaps nahe des Aufgenommenen sogleich wieder entledigt hatte. An dieser Stelle muss ich noch mal das Team und auch die Anrainer vor Ort loben – nach den kürzeren Distanzen am Samstag, wo die Starter gröbste Probleme mit der Hitze und leider auch die Rettungskräfte einiges an Arbeit hatten, wurde sofort geschalten und die Anzahl der Labestationen aufgestockt und an jeder zweiten Hausecke ein Wasserschlauchspritzender Freund des Athleten aufgestellt – Saugeil!
Stichwort Tag davor! Schlechteste Vorbereitung ever, aber das musste einfach sein: Nach der Anfahrt aus der Oststeiermark Zuschauen und anfeuern. Kurzdistanz-Staatsmeisterschaften, Sprintdistanz und eine Fundistanz ließen die Zeit an einem Hochsommertag neben Streckenbesichtigung der Mitteldistanzrunde, ein wenig laufen und schwimmen, sowie dem Abendprogramm des 3T-Teams wie um Flug vergehen und es dämmerte bereits als ich im Hotel eincheckte – schlafen konnte ich trotzdem nicht gut – was für ein cooles Zeichen! Das letzte Mal, als ich so schlecht geschlafen hab, war vor Hawaii :-)
Schlecht schlafen und Hitze sollten sich an diesem Tag – wenn man jetzt mit dem Hawaiirennen vergleicht – als meine besten Freunde darstellen.



Landgang (c)Max Hofstätter/FINISHER-Magazin
Gut, zum Rennen… Schwimmen, wie erwartet das erfrischenste des Tages – die warmen Strömungen im See waren um halb 9 noch aushaltbar. Viel gibt’s nicht zu sagen dazu, gleich nach der ersten Boje war ich mal allein und schwamm meinen Stiefel mit einem kurzen Zwischensprint beim Landgang nach der Hälfte runter. Wenn ich schon bei einem Blog der aufzugreifenden Stichworte bin: Zwischensprint… Die erste Wechselzone MUSS ein schlechter Schwimmer einfach so schnell wie möglich bewältigen! Bis zum Rad waren es denke ca. 300 oder 400m (bessert mich aus wenns wer genau weiß) und wie ich bei der Siegerehrung erfuhr gab es sogar wirklich eine Wechselzonensprint Wertung vom See bis zur WZ – unbewusst aber doch habe ich dabei ein paar Laufschuhe gewonnen ;-) Rund 4:30 habe ich auf die Schnellsten, Franz Höfer und Florian Seifert, mit meiner hohen 32er Zeit aufgerissen – „solide“ ist das passende Wort!


Top am Rad (c)Max Hofstätter/FINISHER-Magazin
„Die Radstrecke wird dir liegen!“, habe ich bereits vor dem Rennen von mehreren Seiten gehört. Wenn‘s die Leut und auch der Trainer sagen, wird’s wohl so sein – also Vollgas! 1020 Höhenmeter auf drei Runden zu je knapp über 29km – fein hügelig. Aufgrund der technisch einfach zu fahrenden und schnellen Abfahrten hatte man einerseits zwar kaum Zeit sich auszuruhen, aber andererseits konnte man auch einen super Rhythmus durchtreten, was eine für die kupierte Strecke schnelle Durchschnittsgeschwindigkeit zur Folge hatte: 40km/h wenn man die paar Laufmeter in die WZ wegnimmt – 4,35 Watt/kg. Konstante Rundenzeiten waren vor dem Rennen mein Ziel, nur dass es 44, 46 und 43 Minuten werden, hätte ich mir nicht gedacht. Einige schnelle Laufschritte hat mir dann bestimmt der Staffelradler Michael Kastinger, der in der letzten Runde auf mich aufgefahren ist und mich in den Anstiegen zu teilweise mehr als 400 Watt „zwang“, gekostet (Naja, oder halt meine spontanen „Des-muss jetzt-sein-dass-i-da-mitfahr-Entscheidungen“ – aber wieder was, was mich an Hawaii erinnerte, als ich dort nach 120km eine Gruppe attackieren „musste“ :-) ) Die 25 härtesten Kilometer, er fuhr nämlich im Endeffekt 2:10.
Damit  coole Werte auf, die ich sehr stolz bin! Aber auch genau die Richtige Stelle, um den Überflieger und Sieger des Rennens Thomas Steger hervorzuheben: Der Kerl hat mir noch Mal mehr als eine Minute am Rad abgenommen. Uuuuuund - damit gleich zum Disziplinen Wechsel – er läuft halt dann 1:15 drauf auch noch bei den Bedingungen! Das ist nicht mehr nur Weltklasse, sondern bereits am Weg zur Weltspitze! Er hat‘s als sein „bisher bestes Rennen“ bezeichnet… Ich bin mir ganz sicher, dass er mit seinen 22 Jahren noch mehrere „bisher beste Rennen“ haben wird und wir noch viele Ergebnislisten mit großem Erstaunen und Bewunderung begutachten werden dürfen – Darauf freu ich mich schon!

Fans und Cheerleader - Hammer (c)Sportograf
Ich werd natürlich daran arbeiten, dass ich bei normaler Halbmarathonstrecke auch wieder meine 1:17 drauflauf in Wiesbaden und Zell – aber am Wochenende: no chance. Bis auf den einen Kilometer, wo ich besagter Weise etwas von mir gab (nett wie i halt bin ;-) ), konnte ich aber ein sehr konstantes Tempo über die gesamten 21 km laufen – ohne großartige Ausreißer nach oben oder unten – Und vorallem auch ohne nicht gekämpft zu haben – die letzte Runde war dann echt hart! Also schneller als meine 1:31 wär es nicht gegangen! Aber auf dem Teil, wo wir eine Pendelstrecke hatten, konnte man ganz eindeutig sehen, dass jeder einzelne mit sich und den Bedingungen kämpfte – gemeinsames Leiden! In den 4 Runden war auch immer die Begegnung mit dem 2. Platzierten Franz Höfer schön – nach einem anfänglichen gemeinsamen „bah, is des hort heit“ liefs dann gegen Schluss eher nur mehr auf Mimik und Gestik raus, bevor ich in der letzten noch ein kleinlautes „Bravo“ rausbrachte :-)
Kampf beim Laufen (c)Max Hofstätter/FINISHER-Magazin
Mir machte das Rennen ein gewisser Roman Thürauer wirklich schwer – mit dem Ziel, den 3. Platz abzusichern (bitte werft mir jetzt keinen fehlenden Kampfgeist vor, aber nach so einer Saison, vorerst mal kein Risiko und nach so einem Laufauftakt in Trum, wo man schon glaubt man kommt nicht durch, schon gar nicht), kam er von hinten in der 2. Startwelle angestiefelt! Gegenseitig zwangen wir uns ein bisschen uns selbst zu quälen – 2 Minuten hab ich ins Ziel gerettet auf dem unglaublichen 3. Platz – Hammer hammer hammer!
2. Fighter Fanz Höfer - 1. Insane Thomas Steger - 3. Me
Top of Ironman 70.3 Zell/See mit Hochkönig im Hintergrund
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Tags darauf gings am Sonntag so nebenbei gleich in der Früh auf die Halfiron Strecke von Zell am See, die ich am 31. August im Wettkampftempo bewältigen darf. Natürlich im Schnürlregen, eh klar ;-)