Montag, 19. Januar 2015

Greifst bei der Menüwahl danaben, wirst dich promt die ganze Nacht übergeben



http://www.christophschlagbauer.com/2015/01/greifst-bei-der-menuwahl-danaben-wirst.html
Etwas unerfreulicher beginnt der heutige Blog, aber besser mir passiert sowas jetzt also ein, zwei Monate später. Unfreiwilliger Art und Weise hab ich meinen Körper heute Nacht mal schnell resetet und er fährt sich gerade erst wieder hoch. In diesem Zusammenhang gibt’s auch einen kleinen Einblick ins Wetter bisher und natürlich ins philippinische Essen, womit ich beim Thema wäre …

Die Philippinen – ein Traum was gutes Essen betrifft, wenn man die hiesigen Ernährungsgewohnheiten halt mag. Ein Traum, was die Qualität in bezüglich Frische betrifft und vor allem auch der Preis den man dafür bezahlt. Ein Appartement mit Küche zu suchen wäre hier verlorene Zeit und verlorenes Geld – ein Hotelzimmer ohne Verpflegung reicht aus, wenn sich zumindest ein Kühlschrank dafür befindet in den man als Sportler sein Obst geben und das Wasser kühlen kann, wobei selbst Obst brauchst hier eigentlich nicht auf Vorrat kaufen, gibt’s doch Stände an jeder Ecke. Auf meinem Menüplan stehen meist Calamari oder Scampi mit Reis, was das frische aus dem Meer betrifft – und  auch Hähnchen oder Schweinefleisch mit Reis. Wenn man Reis mag ist man sowieso richtig hier ;-) Aber man hat hier auch keine Probleme jegliches Fastfood oder europäisches Essen zu finden. Vor allem in den Hotels wird viel Ausländisches zu angemessenem Preis angeboten. Auf das coolste bin ich am Dach des städtischen Einkaufszentrums gestoßen: Curry-Hühnchen-Spieß mit Reis All-you-can-eat um umgerechnete 1,50 Euro :-)
Wenn man im Hotel isst, bewegt sich der Preis um 4 Euro. Und, dass 9 Pesos Leben retten können hat sich auch schon bewiesen: Die umgerechnet 17 Cent für ein Cola haben mir vorgestern nach 3h30min am Rad eine 20 Minuten spätere Ankunft zu Hause gerettet :D Mehr zum Thema gutes Essen gibt’s bestimmt noch in den nächsten Wochen… jetzt jedoch zum Thema böses Essen:
Grundsätzlich habe ich hier nicht Mal ansatzweise mit Durchfall oder Magenschmerzen oder ähnlichem zu kämpfen gehabt bis jetzt, obwohl mich einige davor gewarnt haben. Eher mild und nicht stark gewürzt ist die Küche hier und soweit ich sah wird hier auch fast überall purified water aus Riesenkanistern verwendet – also gereinigtes/gefiltertes Wasser. Auch ich hab dank Connections zum Hotel so einen Riesenkanister im Zimmer stehen und keine Probleme das zu trinken. Tja, aber trotzdem hab ich gestern einmal nicht aufgepasst und schon war‘s soweit. Aber zu Durchfall ists gar nicht erst gekommen.. Mein abendlicher Snack suchte sich den Ausweg in die andere vertikale Richtung.
Wie’s dazu kam: Ich hab die Angewohnheit für einen abendlichen/nächtlichen Hungerast, zudem‘s bei viel Training bei mir mal gern kommt, immer einen Snack im Zimmer parat zu haben. Oft sinds’s nur Chips oder Schokolade, gestern jedoch hab ich mir auch verdammt gutaussehende chinesische Würstel gekauft, wie man’s von uns zuhause aus den Buschenschenken kennt. Obwohl ich geschaut habe und nichts vermerkt war, hätten die im Nachhinein gesehen wohl doch eher gekocht gehört – ich draus mich ja fast nicht öffentlich schreiben was mir da passiert ist ;-) Kein Wunder also, dass mir ein halbes bereits angestanden ist. Nicht einmal 3 Stunden später wachte ich eher nach Luft ringend und mit Magenschmerzen und Übelkeit auf und ohne das jetzt alles genauer zu beschreiben, hatte ich diese Nacht die Ehre mich dreimal meines Mageninhalts via Mund zu entledigen. Jetzt geht’s mir wieder gut… wobei ich seither (hab gerade Mittag) noch nicht gegessen habe – einen Liter Cola hab ich mir rein geschüttet. Training lass ich heut trotzdem mal sicherheitshalber sein.        
Darauf gelingt mir jetzt sogar ein fließender Übergang zum Thema neues Hotel und Wetter hier. Wie bereits erwähnt stand bei mir ja vorgestern ein Hotelwechsel an. Aus der bäuerlichen Provinz ging’s in die Provinz, welche hier wohl sowas wie die Suburbs der Stadt Tagbilaran im Norden sind. Damit wurden die nächtlichen Gockelhähne mit Hunden und etwas Mopedlärm getauscht (ich hab seit gestern übrigens auch eins… wobei’s eher sowas ist wofür man einen A-Schein bräuchte daheim – hier ist’s egal, nicht mal meinen Führerschein musste ich beim borgen herzeigen ;-) Lian (nicht wie ürsprünglich geschrieben Ean) hats mir um umgerechtet 5,17 Euro am Tag organisiert – komplett neues Teil). Hier hab ich den beschriebenen 25m Pool, der 50m Pool in etwa 1km Entfernung ist an sich cool, die Wasserqualität ist aber katastrophal, da erstens Regenwasser verwendet wird und zweitens kein Chlor, sondern irgendeine „medicine“, was auch immer, das ist – schmeckt aber reudigst!  Und alles is voller Klumpat (an die Grazer die das ATG kennen: ich würd eher ein Liter dort draus trinken als hier noch mal einen Zeh reinhalten ;-))
Im Meer war ich aus besagten Gründen noch nicht – wollte heute um 6 gehen, aber da war ich noch recht leer… und so ;-)
Das Hotel passt jetzt also gut, der Preis mit 15,33 Euro pro Nacht noch besser – da bekommst in Graz keine Wohnung dafür – blöderweise haben mich aber Ameisen aus der  bäuerlichen Provinz im Koffer begleitet, welche zur Folge hatten, dass ich mein Zimmer gestern Nachmittag auch mit Insektenspray eingespritzt hab uuuund damit jetzt zum Wetter: Viel Wind geht hier nicht und da es in der Nacht auch nicht abkühlt, ist lüften schwierig, womit ich mir ursprünglich sogar gedacht habe, dass das der Grund für nächtlichen Schwindel und Übelkeit war – zwei Stunden später war das wohl hinfällig ;-)

Vorgestern war hier der Höhepunkt eines vorbeiziehenden Taifuns, welcher zwar gestrichene Fähren und gestrichene Flüge zur Folge hatten, was aber wiederum einen Piloten der zum Beispiel regelmäßig die Flughäfen von Lanzarote oder Hawaii wohl nur lachen hätten lassen. Zum Glück also halb so willt, eher ein lauer Tag auf Lanza. Hier kanns wohl trotzdem zum Problem werden, da die einheimischen Großteils eher aus Holz und Blechplatten bestehende Häuser haben – zu dem Thema gibt’s das nächste Mal mehr um hier den Umfang nicht noch mehr zu sprengen.
Ums auf den Punkt zu bringen: Gestern war mit über 30 Grad und blauen Himmel der heißeste Tag hier, was mir öfter begegnen wird in nächster Zeit. Die Regenzeit ist vorbei und es wird trockener und wärmer. Das macht mir an sich keine Probleme, wenn du aber wie ich gestern nacht nach frischer und kalter Luft ringst, weil dir schlecht ist, stehst auch um zwei Uhr in der Nacht auf verlorenem Posten. Zum Thema Luftverschmutzung, der diesen Effekt noch verstärkt auch das nächste Mal mehr.

Da nebenan eine Baustelle ist, noch einen Tipp an die Bauarbeiter nach Hause: Aus meiner Zeit als Bauhilfe, weiß ich, dass mit der Temperatur die Hüllen fallen und nicht nur Bierbauch und Bauarbeiterdekollté zum Vorschein kommen, sondern auch mehr Bier getrunken wird. Hier schauts so aus, dass sie sich umso mehr Sonne scheint „wärmer“ Kleiden: Also Lang-Lang und komplett vermummter Kopf. Und gscheiterweise gibt’s nur Wasser ;-)

Wieder ist’s mehr ein Reiseblog geworden, aber ich hab wohl auch noch geplant Mal eine Trainingswoche und einen Trainingstag genauer zu beschreiben – kommt noch.
Hier noch einige Eindrücke aus dem Training.

Video mit den Leuten von TriBohol:


Video von einer alleinigen Radausfahrt:


Leute von TriBohol


Alle paar Meter wirst angefeuert

viele große Kirchen im katholischen Land

Die neuen Brücken nach dem Erdbeben 2013 schauen so aus

Einige Baustellen sind noch übrig, aber nicht schlimm

Alles englisch hier - nicht nur im Verkehr

Kleiner Ausblick auf den nächsten Blog was Infrastruktur betrifft

und Teil 2 davon ;-)))) Verkabelung der Städte am harmlosen Beispiel Tagbilaran