Donnerstag, 15. Januar 2015

Rules and Regualtions - Training in Philippine provincial Area



Hello again, jetzt gibt’s den angekündigten Bericht vom Training hier auf den Philippinen-Inseln Bohol und Panglao. Gleich vorweg, man fühlt sich hier im Training leicht außerirdisch, worüber ich auch mit einem Radfahrenden Neuseeländer der seit 7 Jahren hier lebt gesprochen habe: „When I arrived here with my roadbike here 7 years ago, all the people, especially the kids, called me Joe or `cano – you know – from G.I. Joe. And all everybody from abroad are American for them“ ;-)

Genau das trifft’s ein bisschen. Wie eigentlich fast immer an einem neuen Platz schlüpfte ich gestern gleich nach der Ankunft in meine Laufschuhe zum Kundschaften. Eh klar, dass ich hier in der Provinz einige neue Erfahrungen machen durfte und für mich auch einige Regeln aufstellte – also zum ersten Part des Blogs …

 

 … das Lauftraining


- Feeling like an Alien

Genau was mir Ean (der erwähnte Neuseeländer) mir heute erzählte, durfte ich gestern erleben. Ich wurde zwar weder Joe noch `cano genannt, aber ich zog jede Menge Aufmerksamkeit auf mich. Es war wohl erstaunlich was der Typ da auf der Straße macht, er läuft einfach. Läuft er einem entlaufenen Gockelhahn nach? Oder vor einem wilden Hund davon? Nein er läuft einfach, einfach so. Vor allem die ganz kleinen und die Alten fallen mit einer unglaublichen Herzlichkeit auf was das betrifft. Die Älteren werden einen immer Grüßen und haben ein freundliches Lächeln übrig und die Kleinen… unglaublich wie genial die sind und wie sehr es ihnen taugt. Die leute hier scheinen viele Kinder zu haben. Bin bei meinem 14km lauf hin und retour – also auf 8 Kilometer bei 3 Volksschulen vorbeigelaufen und auf der anderen Seite hab ich vor der Ankunft noch eine Highschool next to he Hotel gesehen. Und die Kids rufen einem zu „Hey!“ oder „Whats your name?“ und klar natürlich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Ein junge hat mich schnaufend über ca. 500m begleitet, er konnte zwar kein Englisch aber aber auch ein breites Lächeln reicht zur Kommunikation, welches ihm aber keuchend nach 500m Meter vergangen war. Aber er hatte auch Flipflops an ;-)
Heute hab ich übrigens auf die Frage "Whats your name?" bei der Ausfahrt nur noch "Joeee" genatwortet :D

-  Beware: Dogs

… könnte man sich denken. 50 freilaufende auf der Straße ist jetzt glaub ich nicht mal übertrieben. Aber denen ist man als Läufer wurscht, ohne Scherz jetzt. Du läufst vorbei und es ist ihnen komplett egal, sie ignorieren dich. Die einzigen Hunde, die bellen und wüten sind die, die angebunden oder im Käfig sind. Anders hats nur ausgschaut als ich die Hauptstraße verlassen habe. Schlottrige Nebenstraßen, die wohl auch private property  sein könnten, sind eher nicht zu hundert Prozent geeignet.. Als ich von der Straße abgebogen bin um einen Loop zur Wende zu ziehen, bin ich die 500m durch die Ortschaft mal gegangen und nicht tierischen Ärger zu verursachen und schlafende Hunde aufzuscheuchen. Aber all in all bin ich sehr positiv überrascht. Die haben sicher keine Hundeschule hier und benehmen sich :-)

-  Kickerigiiii und Mähhh

Bei den Händeln und Ziegen sollte man aufpassen, dass man sie nicht über den Haufen läuft wenn man Gedankenverloren dahinläuft und sich sowas am Straßenrand befindet. Alle Tiere scheinen hier frei rumzulaufen. Gockelhähne sind bei mir nach 2 Tagen und einer Nacht schon ein dauerhafter Tinitus im Ohr, der mir nicht mehr auffällt – gibt’s mehr als Menschen hier ;-)

… Das Radfahren


-  Traffic Jam

Dieser ist Gottseidank bei weitem nicht so schlimm wie in Manila, nicht mal ansatzweise. Natürlich hab ich mir diese Insel mit Bedacht und nur nach Ratschlägen ausgesucht (Danke John Rüth von Philippines Tours). Es ist zwar nicht wenig Verkehr, aber dadurch, dass der Verkehr sich nicht viel schneller als 40km/h bewegt, kommt es einem nicht so schlimm vor. Auch wenn der Seitenabstand beim überholen nicht immer eingehalten wird, ists nicht so schlimm wie daheim, weil sich nicht wie bei uns daheim iorgendwelche Deppen mit über 100 bei einem vorbeiblasen. Seitenabstand ist das eine, bissi einbremsen das andere. Aber Back on the Philippines: Einfach aufpassen ist hier angesagt.. vor allem in der Stadt. Vorrang hast einfach nicht, das ist wichtig. Wennst glaubst du hast als Radfahrer Vorrang, bist selbst schuld wenns tuscht. Aber fahren hier is recht flüssig, das auch kaum Kreuzungen gibt. Und eine gute Angewohnheit haben die Filipinos, die bei uns eigentlich als schlecht angesehen wird…

- Honk if you’re horny

.. haha… naja.. was bedeuten soll, sie hupen immer und wegen allem. Dadurch, dass die Hupen aber leiser sind und sie nur kurz draufdrücken, ists nicht so schlimm wie sichs anhört. Mir ists in den Taxis schon aufgefallen, dass sie immer hupen. Beim Überholen, bei Fußgängern. Wobei hier wird halt auch in der Stadt sehr viel überholt und auch bei Gegenverkehr. Aber für einen Radler ist ganz klass, dann weißt dass einer kommt oder auch dass er dir keinen Vorrang gibt. Also einfach Augen und Ohren auf und es Haut hin.
 
-  Attack

Hier gibt’s anscheinend 10 Triathleten auf der Insel. Mit zwei und einem Hobbyradler bin ich heut gefahren. Gscheite Attackierer sinds. Aber auch darin interessiert wie Training wirklich funktioniert. Da hab ich ihnen fürs erste Mal erzählt, dass das wohl dezent zu schnell is wie sie im lockeren Training hier herumblasen. Nach einer Stunde musste schon eine Gemüsesuppe und ein Cola am Berg herhalten ;-)

-   Yumyum

Zu letzterem gibt’s hier auch einiges… Nämlich viele Standerler. Jetzt hab ich ca. 70, 80km von der Insel gesehen, auch eine nicht so viel befahrene Straße und überall gibt’s kleine Standerler mit zumindest Trinbarem und Süßem aber auch oft mit warmen Essen. Alle paar Meter. Also nicht so wie in Amerika wo du 100e Kilometerlang verhungern und verdursten kannst. Also wennst ein paar Pesos eingsteckt hast, verhungerst und verdurstest hier nit :-) After Bike gabs eine leckeren Kokusnusssaft direkt vom Baum und vor den Augen mit Schwert aufgeschlagen :-)

-    Schuhträger

Nicht ideal ist, dass mein Hotel, welches an sich lässig ist, leider 7 Minuten zu Fuß von der Betonstraße entfernt ist (hier wird meist Betoniert und nicht asphaltiert, die Straßen sind ganz gut, lässt sich aushalten wenn auch bisschen wellig). Bin mit meinen alten Laufschuhen hinmarschiert und hab die bei einem Standler lassen, welcher sich dann über ein paar Pesos gfreut hat. Auf dem Bild der Weg, gestern hin zum Schwimmtraining bei erfrischtem Regen. Mit dem nächsten Punkt zusammen ist das auch ein Hauptgrund für einen morgigen Hotelwechsel.

 

… das Schwimmen


-   No, thank you

Das Management des völlig überteuertem Nachbarresorts erlaubt mir nämlich nicht mehr im 25m Becken zu schwimmen. Für das normale Eintrittsgeld dürfte ich aber gerne im Runden Pool oder im Meer schwimmen, das wäre kein Problem. Also einmal ausnahmsweise hab ich gestern dürfen, wenn ich nicht mit dem im Entry-Fee inkludiertem Essensgutschein im Restaurant zu Abend esse. Zumindest wars schön dort.

-   Hotel Change

Dafür habe ich nun das perfekte Hotel gefunden. Ich habs mir auch schon zuvor im Internet angeschaut gehabt, aber dort ist von einem 25m Becken nichts gestanden. Top Lage, cooler zweibahniger Infinitypool (25m) mit normalem Rand zum wenden und einen Kilometer davon entfernt auch noch ein 50er Pool (laned). Auch nicht weit davon entfernt, the start point vom Tri Bohol swim, 3 mal wöchentlich schwimmen die wenigen Triathleten hier im Open Water. Yay, da trau ich mich dann auch rein :-)
Also, danke wenn du soweit gelesen hast, aber kürzer gings (anscheinend) nicht ;-) Ich lasse wieder von mir hören.

PS: Sorry wenn sich fehler eingeschlichen haben, war zu faul fürs Korrekturlesen