Dienstag, 17. Februar 2015

Neue Destionation - Gegensätze am Rande der Philippinen



http://www.christophschlagbauer.com/2015/02/neue-destionation-gegensatze-am-rande.html
Die erste Woche in der neuen Destination Subic Bay ist vorüber und es gibt natürlich auch von hier wieder einiges zu berichten: Die echten Philippinen hab ich hiermit verlassen und es prallen Gegensätze aufeinander. Was das heißt, lest es hier, ich versuche mich möglichst kurz zu halten.

Die Subic Bay Freeport Area liegt zwar auf der Philippineninsel Luzon unweit der Hauptstadt Manila, doch mit dem Leben, wie es anderswo auf den 7.107 Inseln gelebt wird, hat das hier nicht viel zu tun – für einen Triathleten aber sehr im positiven Sinne. Die Freihandelszone ist von Zäunen umgeben und an den Straßen gibt es Mautstellen. Beruhen tut das Ganze auf der Zeit des Vietnamkrieges, wo die US-Navy hier den Ausgangspunkt für ihre Flotte hatte. Man kann sich das ganze ähnlich wie Pearl Harbor vorstellen, wenn man den Film gesehen hat – ich habs letzte Woche nämlich und jetzt schau ich beim Radeln immer verzweifelt auf vorbeifliegende Flugzeuge, obs nicht die „Japs“ sind. ;-)
Dementsprechend sieht auch das Stadtbild aus. Ein 7elven Shop hier, ein McDonalds da, ein Steakhous dort und natürlich eine fette Mall. Groß ist das Stadtgebiet nicht, nicht mal eine halbe Stunde läuft man eine Runde darin. Bestehend eigentlich nur aus Hotels, Restaurants und kleineren Firmen - aus der Stadt führen aber natürlich sehr breit angelegte Highways raus. Leben tun die reichen Leute auf 3, 4 Hügeln, die man sich wie Vororte – fast wie die Hollywood-Hills – vorstellen kann, zumindest die reicheren. Die Normal-verdienende Arbeiterklasse wohnt nicht in der Freihandelszone, sondern außerhalb in der Stadt Olongapo, die diese einschließt. Ein Marsch über den Fluss ist wie ein Flug über den Pazifik. Man verlässt "Kalifornien2" und ist mitten auf den Philippinen, oder so ähnlich. Ich glaube ich mache mal ein Video davon, das muss man einmal gesehen haben. Auch außerhalb der Stadt ein Riesenkontrast wenn man durch ein Gate fährt. Auf der einen Seite vermüllte Straßen, rauchende Gefährte, die hier als Autos oder Busse bezeichnet werden und Holzbehausungen – auf der anderen Seite, breite, gepflegte Straßen mit den aus Amerika bekannten „Do-not-litter“ Schildern, große Vans und normales Fahrverhalten. Es wird nicht jeder rein gelassen und es muss Maut bezahlt werden.
Und genau das ist es, was es für den Radfahrer hier angenehm macht. Wobei, mehr als 2 Stunden kann man sich innerhalb der Freihandelszone kaum bewegen. Richtung Westenauf die Halbinsel Bataan, wo auch die Challenge-Strecke führt, gibt es Verkehrsarme Straßen Richtung Landesinnere und Küstenstraße Richtung Norden ist der Verkehr ein graus. Philippinsch eben.

Dass ich letzte Woche hier ein sehr gutes Training hatte, habe ich in meinem letzten Blog beschrieben. Über die Infrastruktur zum Trainieren hier werde ich in einem weiteren Bericht im Triathlonmagazin trinews.at berichten, aber erst zwischen den beiden Rennen wahrscheinlich.
Jedenfalls hatte ich die letzten Tage hier ein Hotel direkt neben einen geleinten 50m Pool mit guter Wasserqualität und ich konnte jede Einheit am Rad flüssig, ohne vom Verkehr hervorgerufene Stopps starten. Herz, was willst du mehr.
Ah, stimmt.. gutes Wetter, das will es mehr. Nicht ganz 30 Grad und weitaus trockenere Luft als im letzten Monat auf der Insel Bohol. Und teilweise ist es windig, was ich als sehr angenehm empfinde. Also einfach traumhaft zu trainieren.

Was ist schlecht oder zu beachten? Affen haha. Schauen lieb aus und sind nicht scheu. Schlecht für Radfahrer. Meist sieht man sie gar nicht oder sie sitzen oder schlendern faul an der Straße, aber wenn sie mal Gas geben dann richtig. Einerseits kreuzen sie gern mal vor einem die Straße, andererseits sollte man sich nicht zu langsam an ihnen vorbeibewegen, weil sie auf der Suche nach Essen oder wenn sie sich bedroht fühlen, gerne aggressiv werden. ;-) In der Athleten-Info für den Triathlon steht auch groß beschrieben, dass man alles, was man aufs Rad geben will im Rennen (also Helm, Verpflegung, Ersatzmaterial, etc.) erst in der Früh vor dem Start raufgeben soll, sonst is es weg haha.
Die Preise sind hier auch höher. Hotels bewegen sich auf recht hohem Niveau, vor allem wenn man es mit den restlichen Philippinen vergleicht, zum Einkaufen empfiehlt es sich einfach über den Fluss in die nächste philippinische Mall zu watscheln.

In diesem Sinne schraub ich mein Training jetzt zurück und versuche ein wenig Rennform aufzubauen sowie zu relaxen. Trifft sich gut, dass ich dank Chanllenge-Pro-Athlete-Care seit heute im Beach Resort residiere, wo auch der Start ist.
Ich melde mich natürlich vor dem Rennen nochmal mit den latest Infos dazu.