Samstag, 11. April 2015

Was gibt es neues im 17. Bundesland der Deutschen...



http://www.christophschlagbauer.com/2015/04/was-gibt-es-neues-im-17-bundesland-der.html
Wiedermal hat es mich ins schöne Mallorca zum Training verschlagen. Obwohl ich mir eigentlich vorgenommen habe heuer neue Destinationen für die Arbeit aufzusuchen, ließ ich mich trotzdem wieder vom „alten Trott“ einholen und bin jetzt hier und in etwas mehr als einem Monat wieder auf Lanzarote ;-) Dort ist aber dann ja mein Ironman, welcher den ersten großen Saisonhöhepunkt darstellt und Mallorca, naja.. wie sagt es eine Werbung so schön: Weil einfach einfach einfach ist ;-)


Nach dem Motto „Der April macht was er will“, hat der Schnee mit dessen Beginn auch den Süd-Osten Österreichs erreicht, womit schneller und guter Rat teuer war. Und Mallorca ist einfach die Destination, die von uns aus wirklich am einfachsten ist. Günstig, direkt ab Graz und in 2 Stunden bist da. Und glaubt mir, ich habe letzte Woche hier wieder einige neue Straßen entdeckt. Es ist zwar nicht unbeschreiblich warm, aber vielleicht kämpft auch gerade deshalb ein unbeschreiblich sattes Blau des Himmels mit der grünen Landschaft um die Wette. Herrlich. Da ists schon fast so schön wie bei mir zu Hause zu trainieren, aber nur fast. Und nach den Philippinen ist hier alles schon fast zu einfach ;-) Man hat sich fast nur mehr ums Training zu kümmern… „fast“? Nein „nur mehr“! Ich werde bekocht und es wird geputzt. Das Rad steht im Radkeller und der Pool ist im Hotel ebenso nahe wie das Meer. Was will man Meer…ähhh mehr.

Aber wär ja fad wenn alles „einfach“ wäre. Ich schaue auf Pro7 gerade die Serie „Vikings“ und da bekommt man doch schon das Gefühl, dass in der Zeit um’s 8.Jh. nur Krieg herrscht und egal wo man irgendwie durch den Wald geht, man aufpassen muss, dass einen nicht ein aus einem Bogen geschossener Pfeil durchlöchert. Nicht mal zum Brunnen kann man gehen, um Wasser zu holen, ohne dass ein Typ von einem feindlichen Stamm grölend mit einer Axt daher rennt. Aber wer würde denn auch eine Serie anschauen, wo ein Wikinger jeden Tag seinen Acker bestellt, Holz hackt und Kühe melkt. Bei Wickie und die starken Männer war das langweiligste auch immer, wenn die Wikinger zu Hause im Dorf waren und nicht gerade auf hoher See auf Wickies Ideen angewiesen waren, um aus brenzligen Situationen zu kommen….

Haha, ok.. ich weiß, lange Rede, kurzer Sinn…. Verdammt lange Rede, kurzer Sinn… Ich werde am Sonntag beim Triathlon Portocolom nicht starten. Ich bin gesund, ich bin fit, was mein Leistungstest letzte Woche übrigens gezeigt hat: bei 303Watt (4,27W/kg) liegt momentan meine anaerobe Schwelle – für diejenigen die einen Bezug dazu haben. Für die anderen: 40Km/h Schnitt in einem hügeligen Halb-Ironman Rennen sollten kein Problem darstellen momentan (wobei das natürlich für die Experten sehr weit hergeholt ist – aber ihr habts eh die Watt). Und kann ich dann laufen auch noch, haha. Vor allem mein Grundlagenberreich ist - wie bei meinem ersten Test im Jänner schon – exzellent. Der Tester, Stefan Arvay, meint, dass ich meine sehr gute Grundlagenausdauer sogar noch verbessert habe (8%). Aber entscheidender ist, dass ich meine Schwelle um 18 Watt gehoben habe! Und aus Erfahrung weiß ich, dass ich ein Halbdistanzrennen, wenn es sein muss (und bei meiner Schwimmleistung muss es eigentlich immer sein), etwas darüber fahren kann, auch wenns Laufen dann sehr schwer wird. Auch im Maximalbereich gings aufwärts. Deutliches Potential hab ich heuer aber noch überall, vor allem im schnelleren Geschwindigkeitsbereich heißts jetzt arbeiten. Die perfekte Basis habe ich seit meinen Weisheitszahn-OPs gelegt. Spitzen Ausgangsbasis!

Naja… und wieder abgedrivtet… wieder zurück zum Thema. Fit und gsund bin ich… trotzdem Nichtstart? Leider zwickt seit dieser Woche (ich denke mal eh seit einer dieser besagten schnelleren Einheiten, die jetzt sein sollten) etwas im Hüftbeuger-Leisten-Oberschenkelbereich. Kanns gar nich so genau lokalisieren. Jedenfalls kann ich nicht – vor allem nicht für längere Zeit und auf Druck – in die Aeroposition gehen, weil dann die Vorderseite zieht und leicht taub wird. Und vom Bergfahren will ich erst gar nicht reden. Da ich mich hier noch bis zum 20. April auf Trainingslager befinde und Hilfe mittels Akupunktur erst in Graz wartet (ich hatte das schon zwei Mal, und Akupunktur hat geholfen.. Physio, Massage, Rollen, Dehnen, etc leider nicht), habe ich gerade mit meinem Trainer Heinrich Sickl die Entscheidung getroffen locker weiter zu trainieren, was ja sehr wohl möglich ist. In aufrechter Position und in leicht hügeligem Gelände Radelt sichs sehr angenehm. 


Bis zum vorigen Jahr wäre ich noch sicher in Portocolom morgen gestartet. Aber ich durfte so viel lernen und eines dieser Dinge war „Prioritäten setzen“. Der Ironman Mallorca hat nicht so funktioniert, weil mir alle Rennen in der Saison zu wichtig waren. Jeder 70.3 war ein Höhepunkt für mich… zu viele Höhepunkte. Heuer will ich alles dafür tun, um am 23. Mai gut und fit zu sein. Und dazu gehört eben auch zu einem Rennen wie Portocolom, welches mir extrem liegt und eine unglaublich geniale Strecke ist (und wenig schwimmen noch dazu), nein sagen zu können. Hart aber doch gelang es mir.

Soweit das neuste hier aus Deutschland… ähhh Mallorca. Ich muss jetzt aufs Rad. Die Regenjacke sicherheitshalber in der Trikottasche, schaut recht bewölkt aus. Wenns dazu kommt heißt das Tagesmotto: „I’m singing in the rain“, hilft eh nix.     

PS: Die Steirische Apfelstraße ist aber für einen Snack zwischendurch besser als Mallorca: